Unterwegs durch halb Europa — eine Reise in den Osten und in den Norden

Na also, diesen Sommer war es soweit. Die Ausbildung als Automatiker und die Berufsmittelschule sollten endlich beendet sein, wenn dann alles gut verlief. Es ging also darum was ich so alles machen könnte bevor die neue Arbeitsstelle angetreten werden darf. Da ich noch einige Tag Ferien brauchen muss, lag eine etwas längere Reise drin. Ein langer Wunsch war mal den Weg nach Österreich oder besser sogar nach Wien zu finden. Im vom der Schweiz aus östlichem Nachbarland war ich bestimmt seit mehr als einem Jahrzehnt nicht mehr länger als einige Stunden. Und nebenbei ist das die zweit letzte Hauptstadt der Nachbarländer die ich noch nicht besucht habe. Also nichts wie hin. Nur, es war schon Mitte Juni, als die Planung losging. An Fliegen war also nicht mehr zu denken, da die Preise dafür schon zu hoch sind. Na gut, nehmen wir die Bahn. Sie fährt ja mehrmals täglich direkt von Zürich nach Wien Westbahnhof, ohne umsteigen in knappen acht Stunden. Gerade die richtige Gelegenheit im dem von Seiten ÖBB und SBB hochgelobten Railjet zu testen, von Innen kenne ich den erst aus Bildern. Von aussen nur durch die Lok, bekannt mit ihrer Tonleiter ausgehend von den taktenden Umrichtern beim Anfahren.
Taurus Tonleiter
Nun es stellt sich die Frage wie man da am günstigsten nach Wien kommt. Durch Tipps von Bekannten wurde mir auch nahegelegt Budapest und Bratislava zu besuchen. Da dies natürlich von Wien her perfekt mit der Bahn geht und die 4 angehängten Tage in Hamburg auch per Bahn erreicht werden sollen, lag ein Interrailpass auf der Hand. Es ist für solch lange Bahnreisen bestimmt das günstigste und vor allem bin ich im Gegensatz zu irgendwelchen super billigen Sparangeboten der Bahnen nicht an einen Zug gebunden.

Also gut, nachdem auch die Hotels gebucht waren konnte es losgehen. Der Start wurde auf den 19 Juli 2013 festgelegt. Umj 08:40 ging es mit Railjet 163 ab Zürich über den Arlberg, Innsbruck, Salzburg nach Wien, wo ich am Nachmittag im Westbahnhof angekommen war. Fazit der ersten Railjetfahrt, die Sitze sind nach einigen Stunden unbequem und gewisse Geräusche von Dämpfern am Drehgstell sind bei Plätzen über diesem leider gleich laut zu hören wie bei neueren Nahverkehrsfahrzeugen. Für einen Einsatz im Intercityverkehr innerhalb Österreichs absolut geeignet. Auch der Standart in der Schweiz ist nicht höher. Ach ja die Fahrt verging schnell, im gleichen Abteil sass noch ein Bauingenieursstudent aus Östereich. Keine Ahnung mehr über was wir alles diskutiert haben, war auf jedenfall spannend. Falls er sich hier also wiedererkennt, bitte mal schnell melden.

Wien Westbahnhof

Bahnhofshalle Wien Westbahnhof

Am Samstag ging es in Wien dann mal als erstes darum sich eine Übersicht zu beschaffen. Es mussten in der Touristinfo zuerst mal ein paar Prospekte beschafft und der Stadtplan von Wien studiert werden. Ziel war schlussendlich das Technische Museum in Wien, wenn man dann noch Öffnungszeiten richtig lesen könnte, würde man auch noch vor verschlossen Türen stehen. Im Museum gibt es so vieles zu sehen was die Technikgeschichte geprägt hat, die Eisenbahn, Energie, Luftfahrt, Kommunikation, Musik und noch vieles mehr. Anbei ein Bild einer der älteren Dampfloks aus Österreich.

Eine Dampflok im technischen Museum Wien

Eine Dampflok im technischen Museum Wien

Am Nachmittag mussten in Wien Westbahnhof einige Reservierungen getätig werden, schliesslich will ich die nächsten paar Tagen immer einen Sitzplatz! Nun ging es weiter an die Donau. Am Ufer lässt sich diese eher verschlafene Bahnlinie ausmachen, ich konnte in keinem der Tage einen Zug auf dieser Linie ausmachen. War vielleicht auch einfach Pech, so unwichtig scheint sie dann doch nicht zu sein.

Donau-Ufer-Bahn Wien

Donau-Ufer-Bahn Wien

Auf der Donau herrscht viel Schiffverkehr von den ganz kleinen Privatbooten bis hin zum 150m langem Flusskreuzfahrtsschiff. Nun, ich weiss eigentlicht nicht warum ich nach Wien gegangen bin, die Schweiz trifft man auch auf der ganzen Welt…

River Princess

River Princess am Donauufer in Wien

Kreuzfahrtschiffe

Kreuzfahrtschiffe vertaut am Donauufer in Wien

Auch die Fahrgastschifffahrt für ganz normale Touristen inklusive Stadtrundfahrten auf dem Wasser gibt es. So fahren immer mal wieder grössere Personenschiffe auf dem Fluss rum.

Donau mit Donaucity im Hintergrund

Donau mit Donaucity im Hintergrund

Anschliessend musste natürlich dem weltberühmten Praterpark auch noch ein Besuch abgestattet werden. Eine sehr weitläufige Parkanlage, in der man sich ohne Stadtplan als wildfremder schon mal verlaufen kann. Der Ausgang findet man zwar, aber warscheinlich nicht der Richtige oder nur mit viel Umweg, zu Fuss natürlich.

Liliput-Eisenbahn im Prater Park von Wien

Liliput-Eisenbahn im Prater Park von Wien

Am Sonntag hiess es dann auf nach Bratislava in der slowakischen Hauptstadt. Die Stadt liegt ebenfalls wie Wien an der Donau, einfach 60km weiter flussabwärts Richtung Meer. Im Stundentakt verbindet ein RegionalExpress die beiden Städte. Zusätzlich gibt es noch diverse Schiffsverbindungen auf dem Fluss. Nach einer kurzen Nacht und dementsprechend ermüdet, errinnerte mich der Wecker auf dem Smartphone daran das ich heute noch aufstehen sollte. Nun, das ging schnell. Nur leider der Aufenthalt bei der Bäckerei um die Ecke nicht. So musste schlussendlich die nächste U-Bahn schnell erreicht werden, um den Zug um zwanzig nach sieben nicht zu verpassen. Es reichte leider nicht, als sich die Türen der U-Bahn am der Haltestelle zum Hauptbahnhof öffnete war der Zug seit genau einer Minute weg. Aber zum Glück kennt man zwischen diesenzwei Städten den Taktfahrplan. Also eine Stunde warten, mit Gebäck von der nächsten Bäckerei und einem Cappuccino geht das schnell. Immer wieder interessant wie auch im Ausland Fahrgäste in allerletzer Minute versuchen den Zug zu erreichen. Leider sind sie meistens zu spät, vor allem wenn sie noch ein paar Koffer mitschleppen und dann nicht so schnell sind. Naja, dieses Mal habe ich auch dazugehört, nur habe ich es gar nicht mehr probiert…

Zuglok nach Bratislava

Zuglok nach Bratislava

Sitze im REX nach Bratislava

Sitze im REX nach Bratislava

Die SItze sind für ein Regionalverkehrsfahrzeug äusserst bequem, besitzen immerhin Armelehnen und es lassen sich bestimmt auch längere Reisen darin verbringen. Nur der Sitzabstand ist eher kleiner als bei anderen Fahrzeugen. Aber für die Fahrt nach Bratislava gut und sonst hätte es noch zwei andere Wagen der Slowakischen Staatsbahn.

Die Fahrt nach Bratislava führt, sobald man aus der Stadt Wien ist, durchs eigentliche Niemandsland. Häuser gibt es fast keine zu sehen, es ist alles flach (Bundesland Niederöstereich) und jede Menge Getreidefelder sind zu sehen. Ausserdem fährt der Zug hier über die längste Gerade auf dem dem Netz der ÖBB, zumindest wenn die Angaben im Internet stimmen.

Auf dem Weg nach Bratislava

Auf dem Weg nach Bratislava

Die Stadt Bratislava hat eine bewegte Geschichte. So wechselte sie im Laufe der Geschichte mehrmals das Land, die Sprache und auch die Funktion. So hiess sei zu Zeiten von Österreich-Ungarn Pressburg und war Deutsch. Heute ist sie die Hauptstadt der Slowakei mit rund 415’000 Einwohnern. Sie ist die einzige Hauptstadt der Welt, welche an zwei andere Ländern grenzt. Das Stadtgebiet streckt sich von der österreichischen Grenze bis hin zur ungarischen Grenze. Ein schier unvorstellbares Gebiet, welches Teilweise auch so aussieht wie das Bild oben. Der Länderwechsel ist abgesehen von der Sprache so gut wie nicht bemerkbar. Sieht alles gleich aus.

Bahnhofsgebäude Bratislava hlavná stanica

Bahnhofsgebäude Bratislava hlavná stanica

Der Hauptbahnhof macht einen kleinen Eindruck für eine Stadt dieser Grösser. Er liegt in einer Kurve, ein Ausbau wird eher schwierig werden. Allerdings herrscht dort noch recht grosser Zugsverkehr, so zumindest während meines Besuchs.

Bratislava hlavná stanica

Bratislava hlavná stanica

Der Bahnhof liegt ca. 15min Fussmarsch von der Altstadt entfernt. Es gibt aber auch diverse Buslinien in die Stadt, die Strassenbahnlinie ist in Planung. Sie soll im Jahr 2015 fertig gestellt werden. Von Bauarbeiten ist aber noch absolut nichts zu sehen.

In 15min Fussmarsch und vorbei an den Regierungsgebäuden fand ich dann auch den Weg in die Altstadt und weiter an die Donau. Der Aufmerksame Leser wird merken dass mich der Fluss in diesen Ferien ein klein wenig verfolgt 😉

Nun auf dem Weg an die Donau sehe ich plötzlich eine Schweizer- und Neuenburger-Fahen an einem Gebäude. Wie bitte, habe ich richtig gesehen. Was soll das denn? Ah ja stimmt ich bin ja zurzeit in der slowakischen Hauptstadt und da könnte es durchaus auch Botschaften haben.

Die Schweizer Botschaft

Die Schweizer Botschaft

Botschaftsschild

Botschaftsschild

Es ist eine kleine Botschaft mit genau  zwei Schweizern. Nämlich dem Botschafter und genau einem Angestellten. Die restlichen sind slowakische Mitarbeiter, die meisten Aufgaben werden von der Botschaft in Wien erledigt, die Vertretung ist als mehr oder weniger nur ein Aussenposten davon.

Also der Donau entlang ging es nach einen kleinem Aufstieg auf die Burg von Bratislava. Von dort oben hat man einen perfekten Ausblick über die ganze Stadt. EIn Klick auf das Bild vergrössert es (Achtung: grosse Datei) Die Brücke links im Bild ist die längst Ein-Pylonen-Brücke der Welt. Das einzige Negative, für den Bau der Zufahrtsstrassen wurden einige Gebäude der historischen Altstadt abgerissen. Von hier aus sieht man auch einige der typischen Plattenbauten, das sind schon aus der Ferne ganz eindrückliche Gebäude. Auch der Flusslauf der Donau ist hier gut ersichtlich.

Panorama Bratislava

Panorama Bratislava

Die Burg von Bratislava

Die Burg von Bratislava

Die Burg von Bratislava ist gar nicht so alt, zumindest diese Gebäude was auf dem Foto ersichtlich ist. Es ist ein Nachbau, nachdem sie im Mai 1811 niederbrannte. Während rund 140 Jahren waren auf dem Felsen 85m über der Donau nur Ruinen zu sehen. Erst 1953 wurde mit dem Wiederaufbau begonnen!
Ein imposantes und bestens gepflegtes Gebäude, mich liess es gerade vergessen in welcher Stadt ich bin. Die Burg wird teilweise auch für den Empfang von ausländischen Staatsgästen benützt. Das Regierungsgebäude in der Stadt und der Platz vor diesem sind nicht gerade für einen Staatsempfang geeignet.

Mit einem Fussmarsch durch die Stadt und einige verlassene Stadtparks ging es dann langsam zurück zum Bahnhof. Unterwegs war noch eine ältere Strassenbahn zu sehen. Auch ein Trolleybus ohne Gelenk, sowas gab es früher anscheinend in der Schweiz auch, war unterwegs. Und es war nicht der einzige.

Trolleybus in Bratislava

Trolleybus in Bratislava

Strassenbahn Bratislava

Strassenbahn Bratislava

Nun am frühen Nachmittag ging es dann wieder zurück nach Wien. Auf dem Rückweg konnten ich danke genügend Zeit den Bahnhof noch ein wenig genauer studieren. Das Bahnhofsgebäude, obwohl es von aussen noch modern aussieht, ist im Innern ist er schön verziert.

Innenraum des Hauptbahnhofs Bratislava

Innenraum des Hauptbahnhofs Bratislava

Auf dem Bahnsteig war dann auch schon der Zug nach Wien Hbf angeben. Diesmal geht es aber in die beiden Wagen der ZSSK (slowakische Staatsbahnen), diese sollten meiner Einschätzung nach über eine Klimaanlage7Kälteanlage verfügen, genau das richtige nach 5h Fussmarsch durch die Stadt bei geschätzen 35°C an der Sonne. Schatten gab es leider selten, so sind auch schon meine drei Liter Getränke schon fast weg. Aber für den Heimweg reichts.

Bahnsteiganzeige in Bratislava

Bahnsteiganzeige in Bratislava

Zug nach Wien fährt ein

Zug nach Wien fährt ein

Die Rückfahrt verlief absolut problemlos, so das am Nachmittag nochmals Zeit für einen kleinen Rundgang durch Wien blieb. Dabei konnte in der nähe der Donau dieses Interessante Gebäude ausfindig gemacht werden.  Zu sehen es sehr gut von der Reichsbrücke welche über die Donau führt. Es ist die Franz-von-Assisi-Kirche, umgangssprachlich auich Mexikokirche genannt.

Franz-von-Assisi-Kirche oder auch Mexikokirche in Wien

Franz-von-Assisi-Kirche oder auch Mexikokirche in Wien

Nach dem Essen und einem Kinobesuch ging es dann mal schnell in die Federn. Der morgige Tag startet früh, um 6:48 fährt Railjet 41 nach Budapest-Keleti. Naja, die drei Stunden Zugsfahrt werde ich wohl schon überlegen.

Nun, interessant ist auch was für Städte-Namen es in anderen Ländern gibt. Ich weiss nicht wie ich untenstehnder Name aussprechen soll.  Gut, ich kann kein Ungarisch. Ich hoffe das reicht als Entschuldigung. Wieder mal was gelernt, denn die Durchsage im Zug war zwar verständlich, aber leider ging es doch ein wenig schnell. aber ich habe ja am Abend nochmals eine Chance.

Anzeige im Railhet nach Budapest

Anzeige im Railjet 41 nach Budapest

Punktlich um 09:50 erreicht mein Zug den Bahnhof Budapest-Keleti. Und gerade beim Aussteigen der erste Schock, da hat es ja mehr Fahrgäste auf dem Bahnhof als bei uns in Zürich wenn wieder einmal Chaos auf dem Schienennetz herrscht. Also zuerst mal raus, ich muss mir zuerst mal einen Überblick verschaffen. Gut draussen sieht es auch nicht gerade besser aus, wo ich hinschaue nur eine Baugrube und Baumaschinen. Dem Infoschild, so interpretiere ich das (ich spreche und verstehe kein ungarisch) wird hier gerade eine neue U-Bahnlinie gebaut. Es sieht jetzt leider alles anders aus als im Internet. Also zuerst mal den in Wien gekauften Stadtplan und Stadtführer hervorsuchen und schauen wie ich jetzt an die Donau komme. Für euch zuerst aber mal ein Bild des Bahnhofs von aussen, die von Innen mache ich dann auf dem Rückweg.

Ganze Name: Budapest Keleti pályaudvar

Ganze Name: Budapest Keleti pályaudvar

Budapest Keleti pályaudvar oder auf Deutsch Budapest Ostbahnhof  ist der wichtigste der drei grossen Bahnhöfe. Ihn fahren die meisten internationalen Züge an, auch Verbindungen nach ganz Ungarn sind hier zu finden.

Nun wie in Bratislava suchte ich auch hier zuerst den Weg direkt an die Donau. Sie steht ja wirklich ziemlich im Mittelpunkt dieser Reise. Den Weg wollte ich ganz bewusst per Fuss zurücklegen, schliesslich will ich ja was von der Stadt sehen. Für die U-Bahn hätte ich zuerst noch versuchen müssen ein Ticket zu lösen. Ob man dort auch mit Englisch durchkommt entzieht sich leider meiner Kenntniss.Ein halb stündiger Fussmarsch mit mehrern Trinkpausen, die Temperaturanzeigen bei diversen Geschäften zeigen wieder mal 36°-37°C an. Im Schatten versteht sich.

Donau mit Schiffen

Erster Blick auf die Donau in Budapest

Budapest bestand früher aus zwei (respektive drei) Städten. Einmal Pest (auf der östlichen Seite) und einmal Buda (der westlichen Seite) auf der anderen Seite der Donau. Angekommen und der Standort wo obiges Bild gemacht wurde ist als das ehemalige Pest. Erst 1873 haben sich Pest, Buda und Óbuda zu einer Gemeinde zusammen geschlossen. Das ist dann das heutige Budapest. Auf der anderen Seit der Donau befindet sich der Gellértberg. Dieser wurde nach Giorgio di Sagredo, dem Heiligen Gellért benannt, der von diesem Berg zu Tode gestürzt wurde. Von dort oben, es lohnt sich die Treppen hochzugehen, hat man einen wunderbaren Ausblück über ganz Budapest. Auch ist dort oben die Zitadelle (ein Festungsbau) und die Freiheitsstatue von Budapest beheimatet. Er wurde aus den Erfahrungen der Märzrevolution 1848/49 heraus errichtet, als der ungarische Reichstag seine Unabhängigkeit vom Hause Habsburg-Lothringen erklärte und die Republik ausrief, worauf hin die Österreichische Armee unter Beistand von russischen und kroatischen Truppen eingriff und den Aufstand niederschlug. Heute gehört die Zitadelle zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Aussicht vom Gellértberg über Budapest

Aussicht vom Gellértberg über Budapest

Der nächste Punkt auf der Stadbesichtigungtour ist das Burgenviertel. Das ist der historische Stadteil. Also geht es jetzt den Berg wieder runter. Leider war ein gross Teil der Burgen gerade in Renovation, daher habe ich hier keine sehenswerte Bilder. Für den Aufsteig auf den Burgberg gibt es zwei Varianten. Erste Variante ist mit der Standseilbahn Budavári Sikló, dort steht man allerdings an, oder man geht zu Fuss. Da ich keine Lust auf Wartezeiten hatte, ging es zu Fuss die geschätzen 50 Höhenmeter hinauf. Von den Fussgängerbrücken welche das Standseilbahntrasse queren, konnte auch gut ein Foto de Bahn gemacht werden.

Standseilbahn Budavári Sikló

Ein Wagen der Standseilbahn Budavári Sikló

Auf dem Burgberg gibt es noch eine Kirche, die Matthiaskirche – offiziell Liebfrauenkirche genannt. In Ihr fanden drei Krönungszeremonien von Kaisern statt , unteranderem auch von Franz Joseph I..

Matthiaskirche

Matthiaskirche auf dem Budapester Burgberg

Auf dem Burgberg gibt es auch eine wunderbare Aussicht auf das ungarische Parlamentsgebädue auf der anderen Seite der Donau. Unten ist ein Foto vom Donauuber her aufgenommen.

Parlamentsgebäude von Ungarn

Parlamentsgebäude von Ungarn

Von hier aus ging es dann weiter zur Margaretenbrücke, welche nach der Hälfe eine Abzweigung auf die Margarateninsel aufweist. Die Brücke ist eine der berümtesten und erst gerade im Jahr 2009-2011 saniert.

Der Knick der Margaretenbrücke.

Der Knick der Margaretenbrücke.

Eine Strassenbahn in Budapest, hier ein altes Exemplar

Eine Strassenbahn in Budapest, hier ein altes Exemplar

Sehr filigraner Fahrleitungsmast

Sehr filigraner Fahrleitungsmast

Auf der Margareteninsel gibt es einige schöne Plätz. Der erste ist auch sehr stark belebt. Rund um das Wasserspiel gibt es viele Sitzbänke und einige Verpflegungsstände. Ein wunderbarer Ort um eine kleine Verschnaufpause während dem Stadtrundgang einzulegen, im Schatten der Bäume selbstverständlich.

Wasserspiel auf der Margareteninsel

Wasserspiel auf der Margareteninsel

Von hier habe ich dann quer durch einige Quartiere zum Bahnhof Budapest Nyugati pályaudvar (Westbahnhof). Von der Architektur her soll er der interessanteste sein. Konstruiert und geplant hat in das Büro von Gustave Eiffel. Von aussen habe ich allerdings kein brauchbares Foto. Dafür eines von innen.

Budapest Nyugati pályaudvar

Innenraum Budapest Nyugati pályaudvar (Westbahnhof)

Eine grosse Halle überdeckt den sehr hellen Inneraum des Bahnhofs. Im Gegensatz zum Ostbahnhof hatte es hier viel weniger Fahrgäste. Direkt neben dem Bahnhof gibt es eines der grössen Shoppingcenter der Stadt, ein Besuch lag leider aus zeitlichen Gründen nicht mehr drinn. Der Weg zum Ostbahnhof nahm ich nicht direkt unter die Füsse. Es gab noch einen „Umweg“ über den Heldenplatz (ungarisch: Hősök tere). Ein beeeindruckender Platz wenn man die Weite anschaut. Der ganze Strassenverkehr fährt schön rund um den Platz.

Heldenplatz Budapest

Heldenplatz Budapest

Von hier ging es dann auf direktem Weg zum Bahnhof. Wiederum an der prallen Sonne, richtig hart nach 5.5h Fussmarsch durch die Stadt. So langsam spüre ich auch die Hitze des Asphalts durch die Schuhsolen an meinen Füssen. Aber der Bahnhof ist nur noch ca. 20min Fussmarsch entfernt.

Der direkte Weg führt leider an einigen stark befahrenen Strassen entlang. Allerdings will ich einfach so schnell wie möglich sitzen und das geht am bestem am Bahnhof. Denn sobald der Zug dortdrinn steht wartet mein reservierter Sitzplatz. Die Sitze hatte ich auf dem Weg nach Wien zwar satt und bequem waren auch nicht mehr, ist mir jetzt aber egal – Hauptsache sitzen.

Hier sind noch einige Impressionen des Bahnhofs. Er ist sehr belebt und wirklich ein Umsteigebahnhof. Es fahren alle Zugsgattungen, vom Regionalzug bis hin zum hochwertigen Schnellzug ist alles zu finden.

Bahnhofshalle Budapest Keleti

Bahnhofshalle Budapest-Keleti

MÁV-Baureihe 480 eine Lok der TRAXX-Baureihe vom Bombardier.

MÁV-Baureihe 480 eine Lok der TRAXX-Baureihe vom Bombardier in Budapest-Keleti

Signal am Prellbock

Signal am Prellbock kann wirklich nur rot zeigen ;)

Nach einer halbstündigen Wartzeit war dann auch ersichtlich  auf welchem Gleis mein Zug zurück nach Wien fahren wird.

Anzeigetafel Budapest-Keleti

Anzeigetafel Budapest-Keleti

Am Anfang des Ausflugs ging es ja um Schweizer- Kreuzfahrtsschiffe. Diese habe ich nicht gesichtet, aber dafür fährt mich jetzt die Railjet-Komposition „Spirit of Switzerland+ zurück. Die Schweizer sind schon auf der ganzen Welt vertreten, auch wenn es sich um einen österreichischen Zug handelt.

Railjet "Spirit of Switzerland"

Railjet „Spirit of Switzerland“

Spirit of Switzerland in Budapest-Keleti

Spirit of Switzerland in Budapest-Keleti

Was auch auffällt, in Budapest scheint man dem roten Zugschlusssignal nicht zu trauen. Auch auf dem modernen Railjet wird noch eine rote Scheibe am Zugschluss gesteckt. Früher wurden auch in der Schweiz mit farbigen Tafeln Signale an den Zügen signalisiert. Allerdings fährt der Zug hier über zwei gleisige Hauptstrecken und die Sicherungsanlagen machen auch ncith einen veralteten Eindruck.

Rote Tafel am Railjet

Rote Tafel am Railjet

Im Innern eines Railjet-Wagens sieht es dann so aus. Hier die zweite Klasse (Economy)

Innenraum Railjet

Innenraum Railjet

Die Rückfahrt nach Wien verlief problemlos, so ging es wiederum durch die flache und weite Landschaft. Pünktlich um 20:12 Uhr war der Zug in Wien Westbahnhof. Nach dem langem Tag gab es nur noch ein Ziel das Bett im Hotel nach diesem langem und warmen Tag. Und natürlich die Klimaanlage dort.

Am nächsten Tag war dann schon Programm angesagt. Was in Wien nicht fehlen darf ist natürllich ein Besuch des Schloss Schönbrunn.

Einige eindrückliche Bilder:

Schloss Schönbrunn

Schloss Schönbrunn

Schloss Schönbrunn

Schloss Schönbrunn

Schloss Schönbrunn

Blick auf Wien aus dem Schlossgarten

Blick auf die Gloriette

Blick auf die Gloriette

Donau- City

Donau- City

Nun neigte sich auch der zweit letzte Tag in Wien dem Ende zu. Am Abend gab es noch einen kleinen Ausflug durch die Stadt, aber ohne Kamera.

Am letzten Tag in Wien wurde ich wieder zum richtigen Touristen. Natürlich durfte auch der Innenraum des Schlosses Schönbrunn nicht fehlen. Gestern hatte es zu viele Personen, die Schlange ging durch den ganzen Innraum. Da wollte ich nicht anstehen. Heute pünktlihc zur Erröffnung ist das viel besser. Keine Schlange vor dem Eingang, nur an der Kasse aber die ist nur 5 Personen lang. Von innern des Schlosses habe ich keine Bilder, es ist aber äusserst beeindruckend was die Kaiserfamilie hier für einen Luxus genoss, währendessen die normale Bevölkerung hart arbeiten musste.

Was bei einem Wien Besuch eigentlich auch nicht fehlen darf, ist der Besuch des Tierparks Schönbrunn. Gerade nach dem Eingang wurde ich von diesen zwei Giraffen empfangen. Sie genossen gerade eine Mahlzeit.

Giraffen im Tierpark Schönbrunn

Giraffen im Tierpark Schönbrunn

Pelikan

Pelikan im Tierpark Schönbrunn

Auch einigie Pelikane haben sich im Schatten geputzt. Die Tiere waren angesichts der grossen Hitze nicht gerade sehr aktiv. Die Besucher aber auch nicht. Eine wunderbare Parkanlage in welcher man viele Stunden beim Tiere beobachten verbringen kann.

Stephansdom

Stephansdom

Der nächste Punkt auf dem erneuten Stadtrundgang war der Stephansdom. Der kleinere Nordturm des Doms ist öffentlich zugänglich. Gegen ein kleines Entgelt kann man sich mit dem Lift auf eine Höhe von ungefähr 60m hochfahren lassen. Von dort hat man einen wunderbaren Überblick über die Dächer von Wien und beste Aussicht auf das Dach des Doms, welches interessant gestaltet ist.

Dach und Südturm

Dach und Südturm

Dach Stephansdom

Dach Stephansdom

Ach ja und die grosse Glocke im Nordturm, die Pummerin, hängt im Nordturm und ist 21 Tonnen schwer.

Die Pummerin

Die Pummerin

Auch der abendliche Besuchs des Praters, nach einer kurzen Shoppingtour, gehört zum Wien Besuch. Selbstverständlich inklusive Fahrt auf dem berühmten Riesenrad.

Wiener Riesenrad

Wiener Riesenrad

Fotos von oben habe ich nicht, aber Filmaufnahmen welche dann später folgend sobald sie bearbeitet sind. Interessant ist auch die Konstruktion des Riesenrades. Ein wunderbares Werk von Konstrukteuren und Statikern. Es hält seit seiner Errichtung immernoch, abgesehen davon dass es im 2. Weltkrieg teilweise zerstört wird.

Konstruktion des Wiener-Riesenrades

Konstruktion des Wiener-Riesenrades

Das war dann schon eigentlich der Besuch in Wien. War eine schöne Zeit und ich werde Wien wiedermal besuchen. Denn die ganze Stadt habe ich noch lange nicht gesehen 😉  Morgen gehts früh weiter. Die Fahrt mit dem EC 172 Vindobona (lateinisch für Wien) nach Hamburg Hbf. In Fahrplanmässigen 12 Stunden fahrt.

Heute morgen musste ich früh aufstehen. Um 05:30 meldete sich der Wecker, denn mein Hotelzimmer musste zuerst noch aufgräumt werden und alles wieder im Koffer verstaut werden. Ausserdem muss ich noch was essen, was zu essen besorgen und noch den Weg durch die halbe Stadt zurücklegen, der Zug fährt ab Wien Meidling.

Anzeigetafel in Wien Meidling

Anzeigetafel in Wien Meidling

Auf diesen Sitzen verbringe ich die 12h Fahrt nach Wien. Weich gepolster und wie sich im Verlauf der Fahrt herausstellte auch sehr bequem.

Sitz im ÖBB-Wagen

Sitz im ÖBB-Wagen

Die Fahrt führte von Wien zuerst nach Brno (Brünn), von dort weiter nach Prag, nach einem Lokwechsel und der Spitzkehre nach Dresden Dort wurde wiederum die Lok gewechselt. Die anschliessende Fahrt führte im Osten von Deutschland nach Berlin und von dort weiter nach Hamburg. Interessanterweise hatte der Zug eine genügend grosse Fahrplanreserve das er die 10 Minuten Verspätung in Berlin locker bis Hamburg wieder rausholte und ich auf die Minute pünkltlich dort ankam. DIe 12 Stunden fahrt ging sehr schnell vorbei, ein Buch später und einen Film mehr geschaut hat sich schon halb Tschechien durchfahren. Wunderbare Teil der Strecken sind die Einfahrt in Prag, die Aussicht auf die Stadt Prag. Auch die Fahrt durch das Elbtal in Tschechien und die Fortsetzung in Deutschland sind wunderbare Teil der Strecke was die Landschaft angeht. Bilder habe ich nicht, aber Filmaufnahmen, die folgen zu einem späterem Zeitpunkt, sie müssen zuerst noch verbeitet werden. Es gab die ganzen Ferien so ca. 30 GB an Filmrohdaten.

Tischlein im EC

Tischlein im EC

Sonnenuntergang irgenfwo zwischen Berlin und Hamburg

Sonnenuntergang irgenfwo zwischen Berlin und Hamburg

Interessanterweise habe mich während rund 10 Stunden nicht weiter als bis zum WC bewegt. Obwohl ich mir am Anfang geschworen habe einmal durch den ganzen Zug zu laufen. Erst jetzt bekam ich Lust auf etwas zu trinken aus dem Speisewagen, das heisst einmal durch den halben Zug. Spannend wie einem nach 10h sitzen ein halber Zug sehr sehr lange vorkommt. Aber ich habe es geschafft. Angekommen in Hamburg ging es als erstes ins Hotel. Immerhin bin ich ja erst um 21:30 angekommen und heute früh aufgestanden. Und nach den letzten paar anstrengenden Tagen verlangt mein Körper langsam aber sicher nach Erholung.

Nun die Nacht ging schnell vorrüber und sie war auch erholsam. So muss es sein! Heute muss ich im Reisezentrum der Bahn noch ein paar Sitzplatzreservierungen haben. Sonst muss ich womöglich in den nächsten Tagen noch stehen. Und darauf habe ich wirklich keine Lust, vor allem nicht bei 5h Fahrt nach Dänemark. Sonst gab es heute die Hamburg Standard-Tour. Hafenbesichtigung mit der Hafenfähre

Sicht vom Michel auf den Hafen

Sicht vom der St. Michaelis Kirche (Michel) auf den Hafen

Im Hafen sind wie immer einige grössere Schiff zu sehen. Allerdings war bei meinem letztem Besuch im Februar 2012 mehr los, dies obwoh zu der Zeit dicke Eisschollen die Schiffahrt einschränkten.

älteres Modell eines Hafenschleppers

Motorschiff für einen Schubverband

Interessant ist im Hafen Hamburg immer die Abwechslung zwischen Flussschiffahrt, welche teilweise mit Schubverbänden geführt wird und der Hochseeschiffahrt mit 300 Metern oder sogar noch längeren.

Mehr Fotos habe ich von Hamburg nicht, ich war ja unterdessen schon das 5te mal dort. So muss ich nicht mehr jedes noch so kleine Detail fotografieren.

Am Samstag ging es dann nach Kopenhagen der Hauptstadt von Dänemark. Dabei fährt man über die Vogelfluglinie. Benannt ist diese so, weil die Bahnlinie an den gleichen Stellen vorbeiührt wie die Flugrouten einiger Zugvögel. Die Fahrt von Hambrug Hbf nach Kopenhagen dauert knappe 5 Stunden inklusive der Verladung auf die Fähre und der Überfahrt von dreiviertel Stunden. Man hat entweder die Wahl mit deutschten Diesel-ICE’s zu fahren oder die dänischen Dieseltriebzüge IC3 zu nehmen. Je nach der gewünschten Abfahrtszeit. Die Fahrplanauskunft der deutschen Bahn gibt hierzu mehr Auskunft.

Ich wählte die letzte Variante, daher ich wollte mal mit einem dänischen Zug fahren. Der Sitzplatz war reserviert, am Fenster natürlich. In Puttgarden fährt der Zug über die normale Verladerampe auf die Fähre ins unterste Fahrzeugdeck. Perfekt so das alle Fahrgäste direkt bei einem Aufgang aussteigen können. Diese ist aus sicherheitstechnischen Gründen auch Pflicht. Eigentlich genau richtig um sich wieder mal die Füsse zu vertreten und den schönen Blick über die letzten Ausläufern der Ostsee zu werfen.

Rettungsboote

Rettungsboote

 

Dänemark in Sichtweite

Dänemark in Sichtweite

Erstes Ziel nach der Ankunft in Kopenhagen war die Öresundbrücke. Ich wollte diese riesengrosse Brücke endlich mal live sehen, auch wenn es nur von weitem ist. Also ging es mit der Metro-Linie M2 bis zur Station Amager Strand. Dort gibt es eine vorgelagerte Standbank, welche als Badestrand dient, von wo man die Brücke wunderbar sehen kann.

Öresundbrücke

Öresundbrücke

Das Vorstadtquartier von Kopenhagen wo ich mich zurzeit befinde gefällt mir. Es sind schöne Einfamiliemhäuser mit schönen Gärten. Und schön ruhig ist es hier auch. Es wirkt sogar schon fast richtig ländlich.

Ausserhalb von Kopenhagen

Ausserhalb von Kopenhagen

Nach dem kleinen Ausflug und einem Fussbad in der Ostsee ging es wieder zurück in die Innenstadt Die Metro fährt ungefähr im viereinhalb Minuten Takt, vollautomatisch versteht sich. Daher sind auch die Stationen im Untergrund mit Türen abgesichert. So dass niemand auf die Gleise gelangen kann.

Anzeige Metro M2

Anzeige Metro M2

Metrostation Christianshavn

Metrostation Christianshavn

Kopenhagen wirkt nicht wie eine Grossstadt. Hochhäuser gibt es so gut wie keine und immerwieder steht man vor einem Park oder einem Kanal. Unten im Bild ist einer grösseren. Es gibt unzählige Boote, vom kleinen Fischkutter bis hin zur grösseren Motor- oder Segelmacht. Wenn es sein muss letztere sogar in Zweimastausführung.

Kanal in Kopenhagen

Kanal in Kopenhagen

Selbstverständlich gibt es auch in Kopenhagen eine Oper. Das gehört schliesslich zu jeder grossen Stadt. Diesmal ist es aber ein modernes Gebäude und es ist riesig. Hier die Seitenansicht, von Vorne (im Bild links) hatte ich keine Chance auch nur die Hälfte des Gebäudes auf das Bild zu bringen…

Oper von Kopenhagen

Oper von Kopenhagen

Aufgrund der vielen Kanälen gibt es natürlich auch Hafenfähren. Hier ist so ein knallgelbes Exemplar im Einsatz. Im Hintergrund ist noch das Kreuzfahrtschiff MSC Musica zu sehen. Für den grössen Vergleich muss man wissen, dass das Kreuzfahrtschiff im Hintergrund knappe 300m lang ist.

Hafenfähre

Hafenfähre

Es gibt auch viele Pakr in Kopenhagen, meist findet sich in der Mitte ein See oder ein Teich. Es gibt auch viele Bäume, ich habe teilweise gar nicht gemerkt das ich nicht in der Schweiz bin.

Park in Kopenhagen

Park in Kopenhagen

Wie es sich auch für eine Grossstadt gehört hat Kopenhagen einen grossen Bahnhof. Auf Dänisch nennt sich dieser „Københavns Hovedbanegård“. In der heutigen Bahnhofshalle fuhren früher die Züge, bis irgendwann der Platz nicht mehr aussreichte. Heute verkehren die Züge quer zur alten Halle und in dieser befinden sich heute jede Menge kleine Shops. Es hat aber noch jede Menge Luft und einen grossen Kronleuchter in der Mitte.

Bahnhofshalle Kopenhagen

Bahnhofshalle Kopenhagen

Die Freude war gross als der Zug nach Hamburg endlich auftauchte, denn einen bequemen Sitzplatz brauchte ich jetzt unbedingt. Und in den Zügen der dänischen Staatsbahn DSB lässt sich ausserordentlich gut entspannen. Sie sehen zwar hart aus, sind aber um Welten bequemer auf die Dauer als die Railjet-Sitze.

Bequeme Sitze im IC3

Bequeme Sitze im IC3

Es ging dann wieder durch Dänemark zurück nach Rødbyhavn um dann mit der Fähre den Fehmarnbelt in 45 Minuten zu überqueren. Jetzt ist das Wetter leider nicht mehr so schön. Eine Gewitterfront kündigte sich schon auf dem Festland von Dänemark an und nun liegt sie direkt vor uns.

Gewitterfront voraus

Gewitterfront voraus

Schwesterschiff meiner Fährer

Schwesterschiff meiner Fähre, das FS Schleswig-Holstein

Das Gewitter hat sich dann aber verzogen und die Sonne zeigte sich wieder. Diesmal als Sonnenuntergang.

Sonnenuntergang

Sonnenuntergang

Die schönste Fahrt ist leider auch irgendwann zu Ende und die Fahrgäste des Zuges wurden aufgefordert sich wieder in den Zug zu begeben. Und so sieht es dann im Bauch des Schiffes aus wenn der Zug dort geparkt ist.

IC3 im Bauch des FS Deutschland

IC3 im Bauch des FS Deutschland

Die Rückfahrt in Deutschland führt dann nochmals durch eine ziemlich heftige Gewitterfront mit Starkregen und teilweise auch Hagel. Zu sehen gfibt es dies später im Video. Dieses muss aber zuerst noch geschnitten werden.

Am Sonntag musste natürlich auch wieder der Standardbesuch als Tourist in Hamburg ins Programm. Das MiniaturWunderLand ist die grösste und wohl auch schönste Modeleisenbahnanlage der Welt. Aber Moment, das Wort Modelleisenbahn kommt ja gar nicht im Namen vor. Ja das ist richtig, die Modelleisenbahn ist eigentlich nur eine Nebenerscheinung, es ist im Prinzip eine riesengrosse Wunderwelt im Massstab 1:87 in welcher man so viele liebevolle Details hineingeplanzt hat, dass ich wohl nach dem 6. Tag in der Anlage immer noch nicht alles gefunden habe. Alle 15 Minuten wird es auch wieder für einige Minuten Nacht, das Schloss Knuffingen brennt wieder einmal oder auf dem Flughafen erleidet wieder mal ein Flieger einen defekt, so dass ein Einsatz der Feuerwehr notwendig wird. Oder einer der Autofahrer wird wieder mal mit zu hoher Geschwindigkeit von einem Radar erfasst und nach der nächten Ecke von der Polizei freundlich aber bestimmt herausgeboten. Nun eigentlich fragte ich mich schon immer was die Frage an der Kasse aus welchem Land man anreiste eigentlich sollte, ausser das eine Statistik geführt wird. Dieses Mal löste sich das Rätsel, die Einwanderungsbehörde des MiWuLa führt genaustens Statistik. Es waren also zum Zeitpunkt meines Besuches schon 214 788 Schweizer hier. Wenn man die Gesamtbesucherzahl von knappen 11 Millionen Besucher seit der Gründung im Jahr 2000 anschaut, ist das eigentlich nichts.

Besucher im MiniaturWunderLand

Besucher im MiniaturWunderLand

Kirmes im MiWuLa

Kirmes im MiWuLa

Hamburg hat seit Jahren eine neue U-Bahnlinie im Bau gehabt, welche seit letztem Herbst auch endlich im Betrieb ist. Die neue Strecke besitzt erst 3 Stationen, die letzte HafenCity Universität wird aber bisher nur am Wochenende angefahren. Wundert eigentlich nicht, wenn man sieht das obendran einfach nichts ist, abgesehen von der Grossbaustelle. Der Stadtteil Hafencity ist immer noch in der Entstehungsphase. Ach ja das ist übrigens der Stadtteil in dem die Elbphilhamonie entsteht. Berühmt bis jetzt nur durch ihre grosse Kostenüberschreitung und nicht durch die hervorragenden Konzerten. Wird wohl noch einige Zeit dauern bis sie fertig ist. Zurück zur U-Bahnstation in welcher die jetzt roten Würfel im Bild ihre Farbe wechseln, teilweise sogar im Zusammenhang mit Klasischer Musik. Die Station wirkt somit richtig freundliche.

U-Bahnstation Hafencity Universität

U-Bahnstation HafenCity Universität

Natürlich darf im Hamburg auch ein Auslaufen eines Kreufahrtsschiffes nicht fehlen. Dank dem Internet kann sich jederman die aktuellsten News holen und weiss auch wo das Schiff anlegt. Dieses Mal erwischte ich die AIDAstella, das modernste Kreuzfahrtschiff der AIDA Reederei. Es wurde im märz diese Jahres in Dienst gestellt und ist ca. 250m lang. Eigentlich noch ein realtiv kleiner Kahn, von der Hafenfähre aus aber doch sehr beeindruckend.

Kreufahrtschiff AIDAstella

Kreufahrtschiff AIDAstella

Das war es dann schon von Hamburg, nach dem abendlichen Besuch des Hamburgerdoms (eine grosse Kirmes auf dem Heiligengeistfeld in St. Pauli) hiess es wiederum am nächsten Tag früh aufzustehen. Um 06:50 fährt nämlich der EC 9 nach Chur. Die Bahnkenner werden sich jetzt fragen warum ich mit dem EC 9 gerade die langsamte direkt Verbindung in die Schweiz nehme? Na ich will nicht direkt fahren, diese Strecke kenne ich schon auswendig, ich habe sie schon 6 Mal abgefahren, also muss mal was anderes her.  Nächstes Ziel ist nämlich Köln, eigentlich hauptsächlich der Kölnerdom. Der liegt gerade neben dem Bahnhof und da ich mit dem Koffer keine grossen Fussmärsche zurücklegen will genau richtig.

Kölnerdom

Kölnerdom

Weiter geht es dann ab Köln Messe/Deutz mit eine Zug des Typs ICE 3 über die Schnellfahrstrecke Köln-Frankfurt Flughafen Fernbahnhof und anschliessend nach Basel. Eine der 2 Strecken welche in Deutschland mit planmässigen 300 km/h befahren werden.  Das ganze wäre ja noch nicht so besonders, aber gleichzeitig besitzt die Strecke noch Steigungen oder Gefälle mit bis zu 40 Promille (40m Höhenunterschied auf 1000m horizontraler Strecke). Zum Vergleich die Alpenquerung der Gotthardlinie besitzt nur maximal 27 Promille, es ist also eine beeindruckende Leistung. Aus technischen Gründen (Antriebsleistung und Bremssysteme) dürfen auch nur Züge des Typs ICE 3 über die Strecke.

Zug nach Basel

Zug nach Basel

Beeindruckend sind die Steigungen und Gefälle vorallem wenn man Blick direkt vorne raus hat. So ist es eben möglich bei den ICE dem Triebfahrzeugführer direkt über die Schultern zu blicken. Die Strecke wirkt wie eine Achterbahnfahrt, wie man später im Video erkennen sollte.

Sicht aus dem Führerstand des ICE 3

Sicht in den Führerstand des ICE 3

Auch die Ankunft in Basel und die Weiterreise nach Zürich verliefen ohne Probleme und ich kam auf die Minute pünktlich zuhause an. Ein Wunder das in 10 Tagen Rundreise meistens mit der Bahn keine Verspätungen zu beklagen waren.

Gesamthaft habe ich nach meinen Berechnungen rund 4370 Kilometer mit der Bahn zurückgelegt und das während einer Dauer von rund 46h. Dabei wurden rund 7 Länder bereist (ohne Schweiz), 7 verschiedene Bahngesellschaften benützt (ohne SBB). Ach ja die Verspätungsminuten an den Endbahnhöfen betrug Null Minuten.

Bis zum nächsten Mal!